Words of Welcome

Welcome Address of the German federal minister of health, Hermann Gröhe

Dear Conference participants,

Allow me to extend a warm welcome to the 5th International Society of Advance Care Planning and End of Life Care Conference that, for the first time, is being held in Germany. I am glad that you, as leading scientists and practitioners from all around the world, have come together here to share the options and possibilities that hospice and palliative care are able to offer.

Terminally ill and dying persons need the certainty that they are not alone as their life draws to an end and that they are being well cared for and supported in every way.

Beyond providing pain relief and managing other symptoms, the focus of the many impressive services offered by the hospice and palliative care facilities throughout our country is also on meeting the emotional, spiritual and social needs of patients through a combination of medical, nursing, voluntary and spiritual care.

To ensure that everyone can rely on receiving this care and support when needed, we will continue to strengthen hospice and palliative care provision.

In recent years, we had already made great strides in establishing and expanding outpatient specialist palliative care and strengthening outpatient hospice services. In July 2013 for instance, a forum for 'Palliative and Hospice Care in Germany' was set up at the Federal Ministry of Health. In addition to networking the major actors, it is our aim to effectively integrate hospice culture and palliative care into clinical practice on the ground.

With our "Act to enhance hospice and palliative care in Germany" that the Cabinet adopted in April of this year, we have taken another major step towards strengthening palliative care and hospice culture in the places where people spend the end of their lives --be it at home, in nursing homes, or hospitals. Moreover, insurance members and their relatives will have the right to receive individual counselling and assistance from their health insurance fund in selecting and taking up palliative care and hospice care services.

In addition, we are creating the statutory basis for ensuring that nursing homes can organise and offer their residents advance care planning that will meet their individual and comprehensive medical, nursing, psychosocial and spiritual end-of-life care needs.

This is also the aim you have been pursuing with Advance Care Planning, a concept that, until now, has established itself mainly in the English-speaking countries. It seeks to provide broad access to information and guidance on how to plan for future and end-of-life care. This can help to reduce fears of helplessness, isolation or dying itself and enhance a person's autonomy and quality of life in the last phase of her or his life.

In light of the foregoing, I am sure that this year's International Society of Advance Care Planning and End of Life Care Conference, too, will drive and inspire the enhancement of patient-centred care.

I wish all of you an interesting conference, stimulating discussions and many new contacts. Furthermore, I wish to thank all of those who, this year as well, have spared no effort in making the 5th International Society of Advance Care Planning and End of Life Care Conference a success. All of you are major contributors to ensuring that terminally ill people can be secure in the knowledge that they will not feel alone in the last phase of life.

Hermann Gröhe

Bundesminister für Gesundheit/ Hermann Gröhe

Hermann Gröhe

German federal minister of health

© Steffen Kugler

--> Please note the Pending German Legislation on ACP

 

Foreword by Annette Widmann-Mauz,

parlamentary state secretary at the German federal ministry of health, to a German book on Advance Care Planning appearing this fall at Kohlhammer Publishers, Stuttgart

Wir sind durch das Grundgesetz dem Schutz der Würde, der körperlichen Unversehrtheit und des Lebens jedes Einzelnen verpflichtet. Das gilt in jeder Lebensphase gleichermaßen, gerade auch am Lebensende. Dies bedeutet für mich, dass sich schwerstkranke und sterbende Menschen darauf verlassen können müssen, dass sie auch in ihrer letzten Lebensphase bis zuletzt gut betreut, versorgt und begleitet werden. Deshalb hat die Bundesregierung das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung auf den Weg gebracht, das die Versorgung und Begleitung schwerstkranker Menschen deutlich verbessern wird. Ziel ist ein flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen in ganz Deutschland. Wir stärken die Palliativversorgung und die Hospizkultur an den Orten, an denen Menschen ihre letzte Lebensphase verbringen – sei es zu Hause, in Pflegeheimen oder in Krankenhäusern.

Wichtig ist, dass jeder Mensch die Hilfe und Unterstützung bekommt, die er in der letzten Lebensphase wünscht und benötigt. Deshalb schaffen wir individuelle Beratungs- und Betreuungsangebote. Hierzu gehört die gesetzliche Grundlage, dass vollstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine individuelle und ganzheitliche Beratung über Hilfen und Angebote zur medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und seelsorgerischen Betreuung in der letzten Lebensphase anbieten können. Dies kann helfen, Ängste vor Hilfsbedürftigkeit, Isolation oder vor dem Sterben zu mindern und die Selbstbestimmung und Lebensqualität der Menschen in der letzten Lebensphase zu stärken. In Deutschland liegen noch nicht viele Erfahrungen mit einem solchen Angebot vor. Wie diese Veröffentlichung aufzeigt, haben aber andere Länder gute Erfahrungen mit einem solchen – im englischen Sprachraum als "Advance Care Planning" bezeichneten – Beratungsangebot gemacht.

Im Kern geht es darum, dass Menschen mit anderen Menschen ins Gespräch kommen und umfassend über bestehende Angebote informiert sind, bevor sie z. B. eine Patientenverfügung verfassen und detailliert über ihre künftige persönliche medizinische und pflegerische Behandlung und Versorgung entscheiden – mit ihrer Ärztin/ihrem Arzt oder qualifizierten nicht-ärztlichen Gesprächsbegleitern und mit ihren nächsten Angehörigen, von denen sie sich im Fall des Falles vielleicht vertreten wissen wollen. Denn Entscheidungen von dieser Tragweite fällen wir in aller Regel nicht, ohne uns mit anderen, die uns wichtig sind und die wir für kompetent erachten, gründlich auszutauschen.

Es geht auch darum, die Strukturen unseres Gesundheitswesens so zu verändern, dass gründlich überlegte und aussagekräftige Vorausplanungen in Klinik und Praxis auch zuverlässig wahrgenommen werden und Beachtung finden. Dazu sind an vielen Stellen Veränderungen nötig. Vor allem aber müssen die Teams, die Menschen an unterschiedlichen Orten im Gesundheitswesen behandeln, ob in Pflegeeinrichtungen, im Rettungswagen, auf der Aufnahmestation oder im OP, sich so miteinander vernetzen, dass im Voraus geäußerte Behandlungswünsche der richtigen Person im richtigen Augenblick bekannt sind und von ihr berücksichtigt werden können. Nach den im Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland vorgesehenen Regelungen haben Einrichtungen, die ein solches Beratungsangebot einführen, dies durch Koordinierung der verschiedenen Versorgungsangebote und Kooperation mit den dafür zuständigen Leistungserbringern und Einrichtungen sicherzustellen. Die Beratung, die situations- und bedarfsgerecht auch in mehreren Terminen oder mit verschiedenen Beteiligten durchgeführt werden kann, soll wegen des medizinisch-pflegerischen Schwerpunkts von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden. Ärztlicher Sachverstand ist zwingend einzubeziehen, damit Fragen z. B. über medizinische Abläufe, Ausmaß, Intensität und Grenzen medizinischer Interventionen und auch Konsequenzen eines etwaigen Therapieverzichts umfassend im Rahmen der Beratung beantwortet werden. Denn nur wer gut und umfassend informiert ist, kann selbstbestimmt individuelle Entscheidungen treffen.

Ich hoffe, dass viele Einrichtungen dieses Angebot wahrnehmen und in Vernetzung mit Hausärzten, Rettungsdiensten, Krankenhäusern und anderen Versorgungspartnern inhaltlich im Sinne ihrer Bewohner ausgestalten. Denn die Politik kann nur Rahmenbedingungen setzen. Es sind die Verantwortlichen vor Ort in den Städten und Regionen, die die neuen Regelungen mit Leben füllen und ausgestalten.

Deshalb begrüße ich es sehr, dass Advance Care Planning, ein bisher vor allem in angloamerikanischen Ländern etabliertes Konzept, erstmals in einem deutschsprachigen Buch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Ich wünsche diesem Buch viele interessierte und engagierte Leser unterschiedlichster Berufe und Tätigkeitsfelder und hoffe, dass die Lektüre mit dazu beiträgt, in Deutschland das Beratungsangebot zur Vorausplanung am Lebensende in die Fläche zu bringen.

 

--> Please note the Pending German Legislation on ACP

 

The Organizing Chairs welcome you

Advance Care Planning – Key to Patient-Centred Care

Dear colleagues,

welcome to the 5th International Conference on Advance Care Planning and End of Life Care in Munich, Germany! We are delighted to host this global conference series for the first time on the European continent, and of course in Germany.

Advance care planning (ACP) as a means to promote patient-centred care continues to gain increasing attention in almost all medical fields and care settings. As an ongoing, life-long communication process facilitated by skilled personnel, ACP is an innovative, effective approach eventually ensuring that when patients are no longer able to make their own medical decisions their treatment wishes are known and honoured. Thus, ACP is a prime example of patient-centred care, of taking seriously patients’ concerns, wishes, and needs when making and planning treatment and care decisions. And perhaps ACP is even more than that: Clinicians and researchers deeply involved in ACP report the experience that the spirit of ACP unfolds a proliferative effect into every day interactions with patients and their relatives and helps to anchor the crucial but too often neglected concept of patient-centred care deeply and irreversibly in our minds.

While ACP is already well developed and implemented in some (especially Anglo-American) regions of the world, it is still in its infancy or even unknown in other regions, including much of Europe. With the ACPEL2015-Conference, we aim to raise awareness for ACP, promote the exchange between experts and learners in ACP worldwide, provide a platform to present most current research findings, and spur future high-quality research in this area.

We proudly report that the conference has already attracted more than 300 participants from all over the world, from diverse disciplines and professions and various contexts of health care and health policy. Over 230 abstracts were submitted for the scientific program, covering a wide range of challenging issues in ACP research and implementation. We hope that you all will enjoy an inspiring conference full of new insights, new ideas for your own research or practice, and sustainable networking. Moreover, please take some time to visit some of the treasures that the booming and lively city of Munich, the capital of Bavaria, has to offer in the areas of culture, arts, architecture, and recreation.

Have a wonderful stay in Munich!

 

Georg Marckmann

                                                 

Jürgen in der Schmitten

Georg Marckmann
Chair, Local Organizing Committee
 

Jürgen in der Schmitten
Chair, Scientific Committee